Grundsätzliches zu regulativmedizinischen Konzepten

Regulativmedizinische Konzepte sind stets offene Therapiestrategien, die je nach Verlauf der Heilung verändert und angepasst werden müssen.

Für regulativmedizinische Therapie-Konzepte gilt

dass sie sich nicht alleine an der Erkrankung orientieren (Diagnose bezogene Indikationsauswahl) sonder auch sehr an der individuellen Situation / Biografie. So gibt es für z.B. 100 Patienten mit der selben Diagnose kaum zwei identische Therapiepläne.

dass bei chronischen Erkrankungen häufig mehrere Verfahren (ggf. zeitversetzt) zum Einsatz kommen müssen, will man einen anhaltenden und "durchschlagenden" Erfolg erzielen.

dass man andererseits möglichst nicht allzu viele Verfahren kombinieren sollte, die in ähnlichen Zeiträumen wirken. Denn gerade die genaue Beobachtung, "was das Verfahren mit Ihrem Körper macht" oder wie Sie auf den Einsatz eines Therapeutikums reagieren, bietet wesentliche Informationen für den nächsten Therapieschritt. Ihr Körper bzw. Sie als Person sind das "Regulativ" zur Heilung. Wir müssen wissen, wie der Körper auf unsere Reize / Regulationshilfen reagiert, um seine Selbstheilungskräfte optimal fördern zu können.

dass kleine Konferenzen zwischen den Experten verschiedener Therapieverfahren öfter einmal notwendig oder hilfreich sind, wenn ein Heilungsverlauf ins Stocken gerät oder sich Beschwerden zunächst einmal verschlechtern.

Auch Regulativmedizin ist stark eine Sache der Erfahrung und des Könnens. Therapeuten, die meinen, alles selber zu können, sind in der Regel schlechte Generalisten in der Biologischen Medizin (Lieber in wenigen Verfahren wirklich fit sein und diese qualifiziert einsetzen können als viele Dinge halbprofessionell anpacken...).

immer wieder auch die schulmedizinische Seite ins Blickfeld genommen werden muss. Denn ein Dogmatismus in die eine wie auch in die andere Richtung schadet am Ende dem Patienten.

Wege zum Ziel. Aufgabe der regulativmedizinischen Beratung und Begleitung ist es, den effizientesten Weg zum Ziel der Heilung aufzuzeigen.

dass wir immer wieder erleben, dass sich en passant ("im Vorübergehen") während der regulativen Therapie auch andere, teils unbeachtete Gesundheitsprobleme lösen und die Gesamtgesundheit in der Regel gestärkt wird.

dass es auch Kontraindikationen für regulative Therapieverfahren gibt, die zu beachten sind.

Diese Grundregeln regulativer Therapiekonzepte sollten Sie insbesondere auch bei den unter der Rubrik "Behandlung" aufgeführten Informationen zu verschiedenen Krankheitsbildern im Hinterkopf behalten.